Teewasser

Die einstimmige Meinung die im Internet vorherrscht lautet, dass Leitungswasser alles ist was für den Tee benötigt wird. Mineralwasser verfälscht den Geschmack zu sehr.
Nun, das stimmt teilweise.

Bei mir zuhause ist das Leitungswasser komplett verkalkt. Eine Zeitlang habe ich mich gewundert, warum Tees zuhause nicht so viel Geschmack haben wie in der Arbeit. Ist es Einbildung? Also habe ich denselben Tee zuhause und in der Arbeit aufgebrüht – und siehe da: Das Wasser ist das Problem. Der Kalk im Leitungswasser nimmt anscheinend den Geschmack weg.
Welche Alternativen gibt es? Wasserfilter? Auch danach gesucht, und gelesen, dass diese nach der ersten Nutzung anfangen ein Hort für Bakterien zu sein, vor allem Aktivkohlefilter. Klar, es gibt auch gegenteilige Aussagen, aber dass ich Geld ausgebe um letztlich schlechteres Wasser zu riskieren tue ich mir dann doch nicht an.
Also nach Mineralwasser umgesehen, stilles. Ich habe verschiedenste Mineralwässer anhand der Inhaltsstoffe verglichen, auch mit den Werten des Leitungswassers laut Stadtwerken. Und bei einer Billig- Eigenmarke eines Supermarktes wurde ich fündig. Dieses Wasser hat von der Menge der Mineralien her tatsächlich ungefähr so viel wie im Leitungswasser sind. Die Bezeichnung »Mineralwasser« kommt mir etwas seltsam vor, nächstbessere haben ein vielfaches an Mineralien. Aber für meinen Verwendungszweck ist es ideal.

Seitdem koche ich den Tee mit ebendiesem Wasser und der Unterschied ist gewaltig. Der Geschmack der Tees kommt heraus, und Verkalkungsprobleme sind natürlich auch nicht vorhanden. Ich kann es nur empfehlen, selbst einmal auszuprobieren – mein Fazit ist: Höherwertiges Wasser für höherwertigen Tee.

Verspätetes 13tes Blogjubiläum

13 Jahre
Durch die ganze Hektik die ich (immer noch) habe, ist das Blogjubiläum auch an mir vorbeigezogen, also hier die Nachholung seit dem letzten Jubiläum, bis zum 3. Juni – obwohl es jetzt schon so spät ist.

Den Beginn machen wie immer die Rezensionen des Gratiscomictages: Teil 1 und 2.

Die Geschichte über Formulare und Beamte.

Die andere Geschichte über die Paketannahme.

Und über das Analogrevival

Meine aufgeflammte Liebe zu Handheldkonsolen: Teil 1 und 2.

Die Vorstellung des ungewöhnlichsten Buches das ich kenne.

Manchmal muss ich den Frust auch mal heraus lassen, wie über die neuen Züge.

Oder sogenannte »Smombies».

Oder dass der enorm universelle Klinkenanschluss verschwinden soll.

Letztlich dann noch was angenehmeres: Was von Star Trek bisher schon Wirklichkeit geworden ist.

Persönlich war es ein sehr turbulentes Jahr, und die nächsten Monate werden diesbezüglich nicht viel besser sein. Auch wenn deshalb die Zeit zu bloggen sehr eingeschränkt wurde freue ich mich auf weitere tolle Jahre, in der Hoffnung dass der Wirbelsturm meines Lebens ein wenig stärker bläst.

Eintragsbild von Andrew Forgrave

Gratiscomictagkurzrezensionen 2017 II

Dieses Jahr konnte ich nicht so viele Comics abstauben, aber dafür sind sie, na sagen wir mal ausgewählter als sonst. Torzdem nicht nur Perlen darunter. Hier der zweite Teil:

Horror Schocker: Immer wieder interessant, auch diesmal. Die Gesamtausgabe der Horrorschocker hats mir wohl angetan und steht auf meinem Radar.

Sanchez Adventures: Naja. Die Idee geht so, die Geschichte im Festival war allerdings nicht so besonders – oder soll ich schlecht sagen?

Predator vs. Judge Dredd vs. Aliens: Der Titel sagt wohl alles aus was man wissen muss. Die Geschichte ist interessanterweise gut und macht Lust auf mehr.

Professor van Dusen: Die erste Geschichte war wohl nix, die zweite war zumindest lustig.

Paper Girls: Wurde im Vorfeld hoch gelobt und spielt in den 80ern was ich auch toll finde. Also war es ein Muss diesen Comic mitzunehmen. Aber die Geschichte ist nunmal einfach nicht gut. Als ein Teaser eines Applegerätes am Ende auftaucht, und niemand das Logo kennt habe ich auch nur den Kopf schütteln können. In den 80ern hatte Apple das erste Hoch.

Silver: Weiß nicht woran es liegt, aber es hat mich nicht richtig mitgerissen. Das Ganze ist vor sich hingeplätschert.

Gaston: Kann man lesen. Einen ganzen band zu kaufen lohnt sich aber nicht finde ich.

Bau des Spielautomatens I – Die Idee

Seit längerem habe ich die Idee in meinem Kopf, 2013 hatte ich es schonmal angedeutet, aber sehr oft verschoben: Einen Arcade- Automaten zu bauen. Mittlerweile tendiere ich zu einem Tabletop, da er dann leichter und flexibler einsetzbar ist.
Der Einsatzzweck: Arcardespiele spielen, Konsolenspiele und Flipper.
Die ersten Tests mit eigenem Gerät in Form eines RaspberryPi habe ich schon hinter mir, und einiges dabei gelernt. Zum Beispiel, dass ich nicht jedesmal den Bildschirm umstecken will, aber auch nicht direkt am PC spielen möchte – also ist das eigenständige Gerät ideal. Oder dass ich einen vollständigen PC brauche, da ein Raspberry nicht alles kann was ich will. Da ich viel Zeit für Überlegungen hatte weiß ich zwar schon viel, bin aber in manchen Dingen noch nicht schlau geworden. Wenn ich Konsolenspiele mit Controller spielen möchte, und dann etwas entfernt vor dem Gerät sitze – vielleicht auf der Couch und der Automat steht am Boden, Stichwort Flexibilität – wird vermutlich der Joystick im Sichtfeld sein. Außerdem weiß ich noch nicht ob ich Buttons für zwei Spieler einbauen soll oder für einen reicht.
Ich bin noch in der Ideenfindungsphase, da immer noch nicht ganz klar ist was ich wirklich will, aber bald werde ich erste Teile bestellen um mich voranzutreiben, sonst wird das nie etwas. Dann brauche ich nur mehr die Zeit dafür finden, die jetzt schon zu wenig ist.

Gratiscomictagkurzrezensionen 2017 I

Anfangs bin ich immer etwas überwältigt ob der Auswahl, da ich die meisten Comics nicht kenne und daher nicht weiß was mir gefallen könnte. Schließlich will ich ja immer welche die mich interessieren bzw. mir Unbekannte, die empfohlen werden. So habe ich mich auch im Vorfeld mit Rezensionen davon auseinander gesetzt und meine Entscheidung getroffen. Hier ist jetzt zu lesen ob die Entscheidungen die richtigen waren:

Game Over: Grandiose Serie ohne Worte. Bei einigen Geschichten würde ich mir wünschen, sie wären als Szene in einem Computerspiel eingebaut weil sie so witzig sind.

Slaine: Tolle Zeichnungen, die Geschichte ist jedoch recht altertümlich über einen Krieger und spricht mich nicht so an. Schwarz/Weiß hat es bei mir sowieso nicht leicht.

DC Rebirth: Okaye Geschichten, finde das erneute Rebooten aber schwachsinnig. Wobei der Reboot eigentlich eher eine Rückkehr vor den letzten Reboot darstellt. Oder so. Genau kann ich es nicht sagen, es wird dauernd zu viel geändert.

Gil St. Andre: Super, tolle Geschichte, spannend. Die Freundin wird entführt und er sucht sie. Absoluter Tipp. Wird von mir definitiv gekauft. Die Zeichnungen gefallen mir und der Cliffhanger bringt mich dazu weiterlesen zu wollen.

Daniel Düsentrieb: Was kann schon schiefgehen bei Disney Comics? Nun, dass zwei davon von Carl Barks sind, von dem ich ohnehin sein Gesamtwerk zuhause habe. Natürlich in der »Hektik« ebendies nicht gesehen. Die erste nicht-Barks Geschichte ist dann auch noch nicht besonders gezeichnet und hat ein schwachsinniges Ende, die andere ist gut wenn auch vorhersagbar.

Im zweiten Teil dann weitere Rezensionen wenn ich endlich alle gelesen habe.

Meine Matcha Erfahrung

Nachdem ich bei ein paar Youtube Videos über Tee hängengeblieben bin weil ich gerade am Recherchieren war, klickte ich auf eines der vorgeschlagenen Videos in welchem Matcha vorgestellt wurde. Den Begriff hatte ich zwar schon gehört, damit aber nichts anfangen können.
Natürlich wurde es in höchsten Tönen gelobt wie toll es ist und wie gesund.

Jetzt ist Matcha doch sehr unterschiedlich zu normalem Tee. Der gemahlene Grüntee wird einfach in Wasser aufgerührt und dann als Ganzes getrunken.
Hat mich vorerst mal von den Socken gehauen: Die Chinesen waschen den Tee, reichen ihn herum zum Riechen, gießen ihn auf, dann in ein Glas um, dann in kleine Schalen, gießen wieder auf, und so weiter, in Wirklichkeit ist noch mehr dahinter. Die Japaner mit ihrem Matcha sind da sehr vereinfacht unterwegs: Pulver wird in einer Schale aufgelöst und aus eben dieser auch gleich getrunken. Das wars. Der restliche Zeremoniencharakter ist schmückendes Beiwerk, wie dass die Schale gedreht wird wenn sie dem Gast serviert wird.
Nach der ganzen Schwärmerei bekam ich Lust darauf, und habe mir eine kleine Dose um großes Geld gekauft. Das Besteck wollte ich auch schon fast dazu kaufen, habe mich aber dann doch noch zurückgehalten und den Geschmackstest abgewartet – vielleicht schmeckt er mir doch nicht so toll, dass sich das auszahlen würde.
Ich trinke Tee in unterschiedlichsten Ausführungen, von Weiß-, Gelb- Grün, Oolong, Schwarz- bis Pu Erh Tee, und alle schmecken mir. Folglich muss Matcha auch gut sein.
So öffnete ich die Dose und war erstaunt von der satten Grünheit des Pulvers. Der Geruch hat mich allerdings auch erstaunt… nennen wir es »gesund«.
Also eine größere Portion des Pulvers genommen, schließlich schmeckt er mit wenig Pulver weniger gut. Dann mit Rührbesen lange geschlagen bis die Oberfläche voller Blasen war, und dann gekostet.

Oh. Mein. Gott. Fast hätte ich es gleich wieder ausgespuckt, zwang mich aber zum Herunterschlucken. Das hat keiner erwähnt, alle schwärmten vom tollen Geschmack – aber vielleicht sind es dieselben Personen die von Smoothies schwärmen. Schmeckt noch am ehesten wie bitteres Gras, genaueren Vergleich habe ich nicht, der Geschmack hat mit Tee jedenfalls nicht viel zu tun meiner Meinung nach. Wer einmal Matcha riecht, weiß wie er schmeckt. Echt genauso. Schmeckt nach Medizin.
Da es nicht gerade billig war, trinke ich hin und wieder einen Matcha. Daran gewöhnen geht jedoch nicht.

Gratiscomictag 2017

Liegt es an meinem Alter oder am Dauerstress, aber heuer konnte ich mich nicht so richtig motivieren diesen Fixpunkt in meinem Terminkalender wahrzunehmen. Kurzzeitig überlegte ich sogar, zuhause zu bleiben weil ohnehin Anderes zu tun war.
Doch letztlich entschied ich mich doch dafür, nur wollte ich nicht zu früh aufkreuzen um nicht Schlange stehen zu müssen. War die richtige Entscheidung. Nachdem ich wegen der Vorjahresgeschichte einen Laden boykottierte, hatte ich eigentlich nur vor meinen ehemaligen Stammladen zu besuchen. Ehemalig weil ich schon länger keine Comics gekauft habe. Da es dort jedoch nur 3 Gratiscomics gab, schaute ich noch zu einem zweiten, wo ich zwei Figuren kaufte. Spiderman stand schon seit längerem am unteren Ende meiner Figurenliste, und Mario wollte ich auch schon seit ich Konsolenspiele spiele. Da beide in guter Form vorhanden waren, schnappte ich bei ihnen zu. Von Batman waren zwar Figuren vorhanden, aber keine Pose und Aussehen wie ich es mir vorstelle. Schließlich will ich keine große Figurensammlung sondern einzelne gut aussehende, die das Regal auflockern.
Zusammen mit der anschließenden Onlinebestellung habe ich mich bezüglich Comics für die nächsten Monate eingedeckt, und wieder mehr Geld ausgegeben als ursprünglich geplant.

Die größte Musikshow der Welt

Und wohl auch eine der meistgesehensten Shows überhaupt abgesehen von den Olympischen (Sommer-)Spielen hat wieder stattgefunden, der Eurovision Song Contest wie es jetzt heißt. Ist immer wieder interessant, da Lieder gespielt werden die man normalerweise nicht hört. So bin ich auch auf eine tolle ukrainische Elektronic- Band gestoßen, die in einer Pause aufgetreten ist. Sofern man nicht beim ORF zugesehen hat, dort wurde nämlich stattdessen Nachrichten und dann Werbung gebracht. Beim deutschen staatlichen Sender ARD nicht, denn dort wird es anscheinend als wichtiger angesehen eine werbefreie Sendung zu zeigen anstatt auf Privatfernsehniveau zu sinken wie der ORF – und dafür zahlt man auch noch Gebühren. Alternativ dazu war bzw. ist es auch jetzt noch als Youtube-Livestream zu sehen.
Ich sehe mir immer nur das Finale an, da ich sonst ohnehin schon die Lieder bzw. Auftritte kennen würde von den Semifinalen. Auch weil manche Dinge beim Finale einzigartig sind, wie der Flitzer während einer Pausenperformance. Wie meistens stimme ich mit der Erstplatzierung nicht überein, sondern der kroatische Beitrag hat mich von den Socken gehaut mit der Stimmvarianz des Sängers. Aber so ist das nunmal bei solchen Events, nur selten gewinnt der Beste.

Grabungsarbeiten

Schon seit längerem kein Hausrenovierungsupdate gemacht, was hauptsächlich daran liegt dass ich gearbeitet habe anstatt darüber zu berichten dass ich arbeite.
Während es drinnen schon halbwegs wohnlich anstatt »Baustelle« aussieht, habe ich auch den Frühling genutzt im Garten zu arbeiten – bevor es zu heiß dafür wird. Nun heißt im Garten zu arbeiten für mich nicht, Blumen zu setzen sondern zu graben. Einen halben Meter tief, insgesamt rund 40 Meter. Damit wird neben dem alten Brunnen eine Steckdose gesetzt für die Pumpe, eine Wegbeleuchtung kreiert und eine Klingel installiert. Oder eine Sprechanlage. Ist noch nicht fix, daher mal nur ein Leerrohr. Die Gartentür wird nämlich nicht per Knopfdruck zu öffnen gehen, da sich der Zaun mit Tür viel zu viel verzieht im Winter und die Tür von selbst aufgehen würde. Die paar Millimeter die so ein Türöffner Toleranz hat regen nur ein Lächeln.
Es ist doch immer mehr Arbeit als man glaubt, und die ganzen Steine die den Lehmboden säumen haben für genug Probleme gesorgt. Nein, Bagger war keine Option, da die Eingangstür zu schmal ist um selbst einen schmalen Bagger Platz zu geben.
Leider gibt es noch einige weitere Grabungsarbeiten, aber mittlerweile wird es schon fast zu warm, also wird es wohl erst im Herbst soweit werden. Dann wird auf der anderen Seite des Hauses für die Türklingel gegraben, zwar ein kürzerer Weg dafür Beton statt Wiese. Der Austausch der letzten alten Kanalrohre kommt dann wohl erst nächstes Jahr.

Noch ein wahrlich seltsames Buch

Theseus Seiten
Besondere Bücher werden von mir besonders vorgestellt. Sei es weil sie exquisit aussehen oder ungewöhnlich sind. Bei diesem Buch trifft wohl beides zu. »Das Schiff des Theseus«.
Das Aussehen ist auf ein altes, hochwertig gebundenes Bibliotheksexemplar getrimmt. Und zwar innen und außen, samt Kaffeeflecken und Kritzeleien. Wobei die handschriftlichen Notizen einen großen Teil der Story ausmachen. Dann wären da noch die beigelegten Zettel und Bilder, kurz: es sieht aus wie stark benutzt.
Die Geschichte sieht dann so aus, dass die gedruckte Geschichte gelesen werden kann und die Notizen eine eigene Geschichte erzählen – in unterschiedlichen Farben geschrieben, die die zeitliche Abfolge darstellen. Führt dazu, dass man das Buch mehrmals hintereinander durchgeht – und am Ende immer noch nicht ganz durchblickt hat, was Platz für eigene Überlegungen bietet.
Qualitativ sehr hochwertig, und hat in der Herstellung so viel Mühe gemacht, dass keine zweite Auflage gemacht wird und jetzt schon rar wird. Also sollte man auf jeden Fall noch schnell zuschlagen solange es noch erhältlich ist.